Tour 2018

Heidelberg


 

Heidelberg

Unser Ausflug nach Heidelberg sollte um 8:00 Uhr beginnen, doch früh am Morgen verschickte Michaela eine Nachricht, dass der Busfahrer wegen einer Umleitung erst 25 Minuten später vor Ort sein könne.

So begann die Tour um 8:15 Uhr bei mäßigem Wetter. Es regnete nicht – das war doch schon mal was!

 

Auf besonderen Wunsch einiger Chormitglieder stimmte der Chorleiter „Neeno lita simama…“ an, was alle in gute Reiselaune versetzte.

Nach einem Stopp an der Raststätte „Moseltal“ fuhren wir zügig weiter und erreichten Heidelberg noch vor 12:00 Uhr.

Dort spazierten wir bei relativ kühlen Temperaturen in die Innenstadt. Viele machten Kaffee-bzw. Mittagspause im Kaffee „Gundel“. Michaela probierte sofort die historische „Kurfürstenkugel“ – eine Sünde aus Schokolade und Nougatcreme, die um 1820 als Erinnerung an das Kurfürstenpaar

Friedrich V. und seiner Gemahlin Elisabeth Stuart vom Bäckermeister Gundel kreiert worden war.

Andere genossen einen Zwiebelkuchen und tranken Federroten, jeder fand dort etwas Gutes.

Walter geleitete kurz vor 14:00 Uhr eine Gruppe zum Haltepunkt „Kornmarkt“ der Bergbahn.

Diese Teilnehmer traten die interessante Reise mit der Bahn an, besichtigten das Schloss und genossen die schöne Aussicht, denn gegen Nachmittag wurde das Wetter etwas angenehmer.

Der zweite Teil unserer Reisegruppe wurde von einer kompetenten Stadtführerin an wichtige Sehenswürdigkeiten von Heidelberg geführt.

Auch hier wurde man über die Geschichte des Schlosses informiert, vor allem über dessen Bewohner Kurfürst Friedrich V., der seine englische Frau Elisabeth – Schwester des englischen Königs - so sehr liebte, dass er seine Kanonen verkaufte, ihr zuliebe das Schloss wunderschön umgestaltete und einen tollen Garten bauen ließ, der zu seiner Zeit auch als 8. Weltwunder bezeichnet wurde.

Während unseres Rundgangs erfuhren wir, dass die Franzosen unter Ludwig XIV. infolge eines Erbfolgestreites, den sie mit dem Erbe der Lieselotte von der Pfalz begründeten,  von 1688 bis 1697 gegen die Kurpfalz Krieg führten. Heidelberg wurde 1689 teilweise zerstört.

1693 brandschatzten die Franzosen die ganze Stadt und zerstörten so alle Fachwerkhäuser. Als sich die Heidelberger wieder erholt hatten, bauten sie nur Steinhäuser, die auch heute noch stehen. Denn die Amerikaner haben während ihres Bombardements im Zweiten Weltkrieg die Stadt bewusst ausgespart, um nach dem Sieg während der Besatzung schön wohnen zu können.

Wir besichtigten die Heilig –Geistkirche, die zeitweise ein gutes Beispiel für ein gelungenes Miteinander der Konfessionen bot; denn ein Teil wurde von den Protestanten, ein weiterer von den Katholiken benutzt: „Von 1706 bis 1936 war die Kirche durch eine Scheidemauer in zwei Teile geteilt. Das Langhaus war protestantisch, der Chor katholisch. Seit 1936 gehört die gesamte Kirche zur Evangelischen Landeskirche in Baden.“(Wikipedia)

Nach der Stadtführung konnten einige von uns in der katholischen Jesuitenkirche unserem Chorleiter beim Orgelspiel zunächst auf der kleineren barocken und danach auf der riesigen modernen Orgel zuhören. Außerdem erhielten wir von Volker Prinz einen Schnelldurchgang in „Orgelkunde“.

Um 17:00 Uhr fuhren wir in unser Hotel und checkten ein.


Schifffahrt nach Neckargemünd

Nach einem reichhaltigen Frühstück, das keine Wünsche offenließ, fuhren wir um 9:30 Uhr an die Schiffsanlegestelle in Heidelberg und stiegen in das Schiff „Königin Silvia".

Wir wurden gemütlich durch zwei Schleusen geschippert und konnten das schöne Neckartal bewundern. Im Laufe der einstündigen Schifffahrt zeigten sich erste Sonnenstrahlen und tauchten die Bäume am Ufer in ein beeindruckendes herbstliches Licht. Immer wieder informierte uns eine Stimme aus dem Lautsprecher über unseren jeweiligen Standort und die Besonderheiten der Strecke.

 

 


Fahrt zur Burg Dilsberg und nach Neckarsteinach

Nach dem Ausstieg in Neckargemünd brachte uns der Bus nach Dilsberg. Die Burgfeste Dilsberg ist bekannt für ihren fantastischen Rundblick über das Neckartal und den Odenwald.

 Viele von uns bestiegen den Turm und genossen die tolle Aussicht. Auch hier spielte das Wetter wieder mit.

Nach dem Genuss leckerer heißer Getränke und selbstgemachter Süßigkeiten in einer Chocolaterie in Dilsberg kehrten wir in den Bus zurück, der uns nach Neckarsteinach brachte.

Auch hier gab es gutes Essen, vor allem aber die Möglichkeit, ein altes Fährhaus zu betrachten und am Ufer des Neckar entlang zu promenieren, außerdem eine Burgruine im Wald zu besichtigen, von der aus wieder eine tolle Aussicht zu genießen war.

Gegen vier Uhr wurden wir ins Hotel gefahren, wo wir ausreichend Zeit hatten, uns von dem anstrengenden Tag zu erholen.


Mitgestaltung des Gottesdienstes

Pfarrei St. Johannes, Heidelberg Rohrbach

Da wir durch die Zeitumstellung eine „ geschenkte“ Stunde hatten, fiel es uns nicht so schwer, bereits kurz vor 8:30 Uhr aus zu checken, um anschließend nach Heidelberg Rohrbach in die katholische Kirche gefahren zu werden. Wir sangen uns ein und waren während des Gottesdienstes auch in kleiner Besetzung zu gutem Gesang fähig.

Wir trugen „Gib mir die richtigen Worte“, „Ein Licht, in dir geborgen“, „Schau auf die Welt“, „Meine Zeit“ und „Here I am, Lord“ vor. Nach Aussagen der Mitreisenden, einiger Kirchenbesucher und des Pastors waren unsere Vorträge gut gelungen, was auch unser Chorleiter bestätigte.

Der Pfarrer lud uns herzlich zu erneuten Besuchen ein .

Nach dem Gottesdienst brachte uns der Bus noch einmal nach Heidelberg.

Trotz Nieselregens fuhren einige mit der Bergbahn zum Schloss, andere besuchten die Cafés in der Innenstadt.

Um 13:00 Uhr traten wir die Heimreise an. Unterwegs machten wir einen Abstecher zum Kloster Eberbach, in dessen Räumen eine Kunstausstellung stattfand. Die Innenaufnahmen zu dem Film „Der Name der Rose“ wurden in den achtziger Jahren hier gedreht.

 

„Das Kloster Eberbach“ „ ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Nähe von Eltville am Rhein im Rheingau, Hessen. Das für seinen Weinbau berühmte Kloster war eine der ältesten und bedeutendsten Zisterzen in Deutschland. Die im Naturpark Rhein-Taunus gelegene Anlage zählt mit ihren romanischen und frühgotischen Bauten zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern Europas.“(Wikipedia)

 

Kurz nach 19:00 Uhr kamen wir wohl behalten in Stotzheim an, einig darin, dass wir einen gelungenen Ausflug gemacht hatten.

Besonderer Dank für die aufwendige Planung gilt Erika und Walter sowie unserer Vorsitzenden Michaela.

 

 Text: A. Schmitz